Geschichte

Der Pionier der Dentalindustrie I

Der Chemiker, Erfinder und Unternehmer Dr. Otto Hoffmann
Dr. Otto Hoffmann wird im Jahr 1854 als Carl Franz Otto Hoffmann in Eisdorf, einer kleinen Ortschaft am Fuße des Harzes, geboren. Sein Vater ist dort Dorfschulze und verdient als Anspänner den Lebensunterhalt für die kleine Familie. Otto bleibt das einzige Kind aus zweiter Ehe. Als er 10 Jahre alt ist, zieht die Familie nach Halle, wo Otto nach dem Tod des Vaters das Internat der Franckeschen Stiftungen besucht. Finanziellen Nöten zum Trotz studiert er in Berlin und Leipzig und promoviert 1878 in Würzburg „Über die Einwirkung von Zink und Jodallyl auf Acetessigester und Diäthylacetessigester“.

Bevor er 1891 den in den USA ausgebildeten Dentisten Dr. Robert Richter kennenlernt, entwickelt er als selbständiger Chemiker unter anderem Farbstoffe für die heutige BASF und lässt sich Verfahren zur Darstellung wasserlöslicher Induline patentieren.

Richter wiederum ist auf der Suche nach einem findigen Chemiker, der einen Zahnzement entwickeln kann,

wie ihn der verstorbene Rostaing de Rostagni hervorgebracht, die Rezeptur dafür jedoch mit ins Grab genommen hatte.

Otto Hoffmann macht sich an die Lösung des Problems und findet tatsächlich eine Formel, die die Rostaingsche Dentinagene nicht nur nachbildet, sondern qualitativ um Einiges übertrifft. Daraufhin lässt er sich endgültig in Berlin nieder und gründet zusammen mit seinem Kompagnon ein Unternehmen zur Produktion und Vermarktung des von ihm entwickelten Cementes.

Das Produkt findet sehr schnell dankbare Abnehmer in aller Welt, so dass das Unternehmen bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs eine Monopolstellung erlangt. Dr. Hoffmann entwickelt noch eine Reihe andere Produkte für die Zahnmedizin, der Phosphatcement sollte jedoch seine nachhaltigste Erfindung bleiben.

Das Wirken des Pioniers der Dentalindustrie lebt bis heute fort, nicht zuletzt in den Produkten, die seinen Namen tragen: Hoffmann´s.